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Tag 2 — Überfahrt von Deutschland nach Finnland

An die­sem zwei­ten Tag unse­rer Reise kann man nicht so viel tun. Die Mög­lich­kei­ten auf der Fähre von Tra­ve­münde nach Hel­sinki sind beschränkt. Der Zugang zu den Rädern auf dem Park­deck für Autos ist blo­ckiert und der Bewe­gungs­raum für die Pas­sa­giere auf dem Schiff sehr über­sicht­lich. Ein Inter­net-Zugang exis­tiert, ist sogar kos­ten­los, dafür aber so lang­sam, dass er de facto unbrauch­bar ist. Wir kön­nen des­halb aus­schla­fen.

Den Rest des Tages schla­gen wir mit Sauna und Akku­mu­la­tor-Laden tot.

Zimmer mit Ausblick aufs Meer
Zim­mer mit Aus­blick aufs Meer

Tag 1 — Abfahrt aus Berlin

Trotz umfang­rei­cher Vor­be­rei­tun­gen sind noch am Tag der Abfahrt eine Reihe von Din­gen zu erle­di­gen. Zum einen weil sich im Zuge der Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten Pro­bleme eröff­net haben, die es pri­mär zu lösen galt und zum ande­ren, weil die Lösung sol­cher uner­war­tet auf­ge­tre­te­ner, vor­ran­gi­ger Pro­bleme mehr Zeit in Anspruch nahm als im Rah­men der geplan­ten Vor­be­rei­tungs­zeit zur Ver­fü­gung stand. So müs­sen wir noch kurz vor der Abfahrt Ersatz für einige drin­gend benö­tigte Werk­zeuge und neue Warn­wes­ten beschaf­fen.

Einen defek­ten Fahr­rad-Com­pu­ter sowie spe­zi­elle Auf­hän­gun­gen für einen Teil unse­rer Fahr­rad­schlös­ser schaf­fen wir jedoch nicht mehr zu beschaf­fen bezie­hungs­weise sind als Ersatz zu spät beim Händ­ler unse­rer Ver­trau­ens ein­ge­trof­fen, um sie noch vor unse­rer Abfahrt abho­len zu kön­nen.

Vor die­sem Hin­ter­grund fah­ren wir des­halb mit eini­gen Stun­den Ver­spä­tung gegen­über dem Plan mit dem Zug Rich­tung Lübeck. Auf dem ein­zi­gen Umstei­ge­bahn­hof unse­rer Ver­bin­dung, in Bad Klei­nen, wer­den wir von meh­re­ren beson­ders eif­rig her­um­ste­hen­den Siche­rungs­kräf­ten der Bahn dabei unter­stützt, unse­ren Anschluss um eine Stunde nach hin­ten zu ver­le­gen. Anstatt die voll bela­de­nen Räder über den vor­han­de­nen und nicht gesperr­ten Gleis­über­gang zu schie­ben, müs­sen wir sie in Erman­ge­lung eines Fahr­stuhls ein­mal kom­plett ent­la­den. Im Anschluss dür­fen wir die Räder sowie das Gepäck durch einen Tun­nel tra­gen. Nach die­ser klei­nen Sport­ein­lage sind von der erzwun­gene einen Stunde Auf­ent­halt noch 30 Minu­ten übrig, um auf dem Bahn­hof in Bad Klei­nen die Zeit tot­zu­schla­gen. Zum Glück gera­ten wir dabei nicht in eine ver­suchte Fest­nahme durch deut­sche Sicher­heits­kräfte.

Mit der Erfah­rung aus Bad Klei­nen in den Kno­chen war die Freude in Lübeck natür­lich umso grö­ßer, als sich der dort immer­hin exis­tie­rende Fahr­stuhl als defekt her­aus­stellte. Selbst­ver­ständ­lich erst, nach­dem wir alle Sachen schon fahr­be­reit ver­staut hat­ten. Als Aus­gleich konn­ten wir an einem Tag drei Mal üben, unsere Sachen an den Rädern unter­zu­brin­gen.

Nach kur­zem Besuch der Lübe­cker Alt­stadt ging es dann über 15 Kilo­me­ter mit dem Rad nach Tra­ve­münde, wo die Fähre nach Hel­sinki schon auf uns war­tete. Als Über­ra­schung unter­wegs stellte sich die Pas­sage des Her­ren­tun­nels her­aus. Für diese müs­sen Fahr­rä­der in einen Bus ver­la­den wer­den, der die Rad­fah­rer samt ihren Fahr­zeu­gen dann durch den Tun­nel fährt. Zu unser Freude und zur Über­ra­schung des Bus­fah­rers passt ein voll bela­de­nes Bul­litt-Las­ten­rad auch in die­sen Bus.

Gedenktafel zur Deutschen Einheit in Lübeck
Gedenk­ta­fel zur Deut­schen Ein­heit in Lübeck

Der Kofferraum

Mit einem Tag Ver­zö­ge­rung ist heute die Beschrif­tung für den Fahr­rad­kof­fer fer­tig gewor­den. Das Rot ist nicht ganz der Farb­ton der es hätte sein sol­len, aber das fällt wohl nur jeman­dem auf, der auch die Design­vor­lage mit den Farb­wer­ten gese­hen hat. 😉

Projektfahrrad mit Cargo-Box
Pro­jekt­fahr­rad mit Cargo-Box

Obwohl die Kiste für sich recht leicht ist, ändert sich mit der mon­tier­ten Kiste das Fahr­ver­hal­ten des Rades doch spür­bar. Mal gucken wie sich das Rad mit vol­ler Zula­dung ver­hält.

 

Noch eine Woche bis zum Projektstart

Wie die Zeit ver­geht — nun­mehr ist es nur noch eine Woche bis zur geplan­ten Abfahrt. Und es gibt noch so viel zu tun. So müs­sen noch ein­mal alle Akku­mu­la­to­ren für den Cam­cor­der, die Pho­to­ap­pa­rate, die Audio-Recor­der und die ver­schie­de­nen Lam­pen getes­tet wer­den und war­tet die Cam­ping-Aus­trüs­tung auf ihre Kom­plet­tie­rung. Der Fahr­rad­kof­fer für das Las­ten­rad muss abge­holt wer­den, die T‑Shirts mit der Pro­jekt­be­schrif­tung har­ren ihrer Fer­tig­stel­lung und die Räder müs­sen ein­mal zur Probe gepackt und ein paar Kilo­me­ter bewegt wer­den. Erst bei einer sol­chen klei­nen Test­fahrt fällt in aller Regel auf, wel­che Kom­po­nen­ten viel­leicht doch bes­ser anders ver­baut und vor dem Tour­start viel­leicht noch getauscht wer­den soll­ten.

Die erste Testfahrt

In Erman­ge­lung geeig­ne­ten Werk­zeugs und in Hin­blick auf feh­lende Erfah­rung konn­ten wir das Pro­jekt­fahr­rad nicht kom­plett alleine auf­bauen, son­dern muss­ten einige Arbei­ten an fach­kun­dige Mecha­ni­ker einer nahe­ge­le­ge­nen Werk­statt abge­ben. Zu die­sen Arbei­ten gehörte neben dem Mon­tie­ren der Lager das Kür­zen und das Ver­le­gen der Brems­lei­tun­gen. Auf­grund der Hoch­sai­son für Fahr­rad­re­pa­ra­tu­ren nah­men diese Arbei­ten einige Zeit in Anspruch. Des­halb ergab sich erst heute die Mög­lich­keit, das Pro­jekt­fahr­rad zum ers­ten Mal zu fah­ren und zu tes­ten — in Form einer Fahrt zum Kon­su­lat der Russ­län­di­schen Föde­ra­tion, um das dort bereit­lie­gende Visum abzu­ho­len. 😉

Aufbruch zur ersten Testfahrt mit dem neuen Fahrrad
Auf­bruch zur ers­ten Test­fahrt mit dem neuen Fahr­rad

Eine Reihe von Kom­po­nen­ten feh­len noch bezie­hungs­weise wur­den noch nicht ver­baut. Hierzu zählt ins­be­son­dere die Licht­an­lage, wel­che noch nicht gelie­fert wurde. Hof­fent­lich haben die ört­li­chen Poli­zis­ten andere Dinge zu tun, als uns bei einer der Test­fahr­ten in den nächs­ten Tagen zu stop­pen und uns für die feh­lende Licht­an­lage abzu­stra­fen. Wir wer­den es sehen…

Visa-Beantragung erfolgreich

Ent­ge­gen der eige­nen Erwar­tung war der Pro­zess der Bean­tra­gung eines Mehr­fach-Visums für die Russ­län­di­sche  Föde­ra­tion heute recht unkom­pli­ziert. Dank eines vor mehr als sechs Wochen ver­ein­bar­ten per­sön­li­chen Ter­mins konn­ten die Unter­la­gen direkt im Kon­su­lat abge­ge­ben wer­den muss­ten nicht den Umweg über das Rus­si­sches Visa­zen­trum in Ber­lin gehen. Eben­falls ent­ge­gen der Infor­ma­tio­nen auf der Web­seite des russ­län­di­schen Kon­su­lats als auch auf der Web­seite des Visa­zen­trum wurde vom Kon­su­lar­be­diens­te­ten kein Nach­weis für die Rück­kehr­wil­lig­keit ver­langt.

Und zur Über­ra­schung aller soll das Visum nicht erst in 10 Kalen­der­ta­gen aus­ge­stellt wer­den, son­dern kann schon nach 5 Kalen­der­ta­gen abge­holt wer­den. Glück­li­che Men­schen über­all. 😉

Der Tag der Wahrheit — Visabeantragung

Heute ist der Tag an dem eine für das Pro­jekt wesent­li­che Ent­schei­dung getrof­fen wer­den wird. Und dies nicht von den Pro­jekt­teil­neh­mern selbst, son­dern von einem völ­lig unbe­tei­lig­ten Drit­ten — dem Bediens­te­ten des Kon­su­lat der Russ­län­di­schen Föde­ra­tion in Ber­lin. Senkt die­ser den Dau­men über den Visa­an­trag, so ist die bis­he­rige Rei­se­pla­nung Maku­la­tur und eine neue muss her. Gibt der Herr über die Stem­pel und Sicht­ver­merke seine Zustim­mung zur Aus­stel­lung eines Visums, so kann in 14 Tagen die Fahrt begin­nen. Um 9:30 Uhr ist der per­sön­li­che Ter­min im Kon­su­lat, wir wer­den sehen was dabei her­aus­kommt.

Der neue Rahmen

Nach eini­gen Wochen des War­tens ist heute, an einem Sonn­tag, der Rah­men für das Las­ten­fahr­rad gelie­fert wor­den. Lei­der ist bei der Beschich­tung des Rah­mens die Beschich­tung der Gabel ver­ges­sen wor­den, so dass sich der Auf­bau des Rades noch um einige Tage ver­zö­gert. Dies ist inso­fern nicht wei­ter tra­gisch, als dass noch nicht alle Kom­po­nen­ten vor­lie­gen bezie­hungs­weise eine kurze Pro­be­mon­tage der vor­lie­gen­den gezeigt hat, dass einige die­ser Kom­po­nen­ten gegen pas­sen­dere getauscht wer­den müs­sen.