Datensicherung

Lang­sam, ganz lang­sam lich­tet sich der Nebel um den Aus­fall unse­rer Daten­si­che­rungs­sys­teme. Wenn wir ganz viel Glück haben und in den letz­ten Tagen kei­nen Feh­ler bei der Ana­lyse und Pla­nung gemacht haben, so soll­ten sich unsere Pho­tos, Video- und Audio­auf­nah­men aus den letz­ten 5 Jah­ren ret­ten las­sen.

Sowohl in dem aus­ge­fal­le­nen Haupt­sys­tem als auch im Sys­tem für die Siche­rungs­ko­pien sind mehr Fest­plat­ten tech­nisch feh­ler­frei als für eine Daten­ret­tung zwin­gend benö­tigt wer­den. Dies lässt uns hof­fen, mit geeig­ne­ter Soft­ware und ein wenig tech­ni­schem Sach­ver­stand den Inhalt der feh­ler­haf­ten Fest­plat­ten­ver­bünde aus­le­sen zu kön­nen. Um die Daten zu sichern, benö­ti­gen wir jedoch ein neues Spei­cher­sys­tem mit aus­rei­chen­der Kapa­zi­tät, auf wel­ches wir die zu ret­ten­den Daten kopie­ren kön­nen. Unser Bestand an Daten­spei­chern bezie­hungs­weise der freie Spei­cher­platz auf die­sen reicht zumin­dest nicht aus, um alle Daten aus den defek­ten Spei­chern auf­zu­neh­men.

Bevor wir mit der Daten­si­che­rung anfan­gen kön­nen müs­sen wir des­halb zunächst ein neues Spei­cher­sys­tem mit aus­rei­chend hoher Kapa­zi­tät beschaf­fen.

Datenhaltung und ‑verluste

Nur wenige Tage nach­dem wir begon­nen haben unser umfang­rei­ches Mate­rial zu sich­ten, zu kata­lo­gi­sie­ren und zu bear­bei­ten wer­den wir vor eine beson­dere Her­aus­for­de­rung gestellt: Sowohl in unse­rem Haupt­ar­beits­rech­ner als auch in unse­rem Daten­si­che­rungs­sys­tem fal­len nahezu gleich­zei­tig meh­rere Fest­plat­ten­ver­bünde (RAID) aus. Ein Zugriff auf die auf die­sen Sys­te­men gespei­cher­ten Daten ist vor­erst ein­mal nicht mög­lich.

Da wir die wäh­rend der Grenz­land-Reise erstell­ten Bil­der, Video- und Ton­auf­nah­men auf den mobi­len Daten­trä­gern jedoch noch nicht gelöscht und mit neue­rem Mate­rial über­schrie­ben haben, müs­sen wir zum Glück in Bezug auf die­ses Mate­rial kei­nen Daten­ver­lust befürch­ten. Zumin­dest solange nicht, wie diese Daten­trä­ger nicht kaputt oder ver­lo­ren gehen.

Auf­grund der Größe der aus­ge­fal­len Spei­cher­ka­pa­zi­tät kön­nen wir in den nächs­ten Wochen vor­erst nicht an der Pro­jekt­do­ku­men­ta­tion arbei­ten. Zuerst müs­sen die auf den aus­ge­fal­len Spei­cher­sys­te­men abge­leg­ten Daten wie­der­her­ge­stellt und auf Kon­sis­tenz und Voll­stän­dig­keit geprüft wer­den. Diese Arbeit hat inso­fern Vor­rang, als dass es sich bei den der­zeit nicht ver­füg­ba­ren Daten um den gesam­ten Bestand an Auf­zeich­nun­gen aus den letz­ten 5 Jah­ren han­delt. Für ältere Daten haben wir dezen­tral gela­gerte Siche­rungs­ko­pien. Nur die Bil­der, Videos, Texte und Audio­auf­nah­men von den letz­ten Rei­sen und Pro­jek­ten lagen aus­schließ­lich auf den bei­den teil­weise defek­ten Spei­cher­sys­te­men.

Und was ler­nen wir dar­aus? Eine Siche­rungs­ko­pie pro Datei reicht offen­sicht­lich nicht aus.