Witze über Spitzenpolitiker

Während meiner Reisen durch verschiedene Länder in Europa und Asien fiel mir auf, dass sich die Witze über den Inhaber des jeweils höchsten Amtes im Staate strukturell nicht voneinander unterscheiden. So wurden mir in mehreren Ländern die gleichen Witze erzählt, allein die Namen der jeweiligen Politiker unterschieden sich. Die nachfolgend aufgeführten Witze habe ich vor diesem Hintergrund entpersonalisiert und an die Stelle des Namens eines Landespolitikers die Bezeichnung „Präsident“ gesetzt.

  1. „Darf man über unseren Präsidenten Witze erzählen?“
    „Aber selbstverständlich! Aber sicherheitshalber sagen Sie statt ‚unser Präsident’ besser ‚der amerikanische Präsident’, ‚der chinesische Präsident’ oder ‚der französische Präsident’.“
  2. Wieviele Präsidentenwitze gibt es?
    Gar keine — es handelt sich ausschließlich um Tatsachenberichte.
  3. Warum gibt es so viele Witze über den Präsidenten?
    Weil ihn niemand ernst nimmt.
  4. Was ist der Unterschied zwischen dem Messias und dem Präsidenten? — Der Messias kommt nicht und der Präsident geht nicht.
  5. Was ist der Unterschied zwischen Gott und dem Präsidenten?
    Gott glaubt nicht, er sei der Präsident!
  6. „Stimmt es, dass der Präsident Witze über sich sammelt?“
    „Dies stimmt. Aber zuerst sammelt er die Leute, die diese Witze erzählen.“
  7. „Herr Präsident, was sagen sie zu dem, was die oppositionelle Presse über Sie schreibt?“
    „Ich liebe es. Ich mag es sogar so sehr, dass ich die gesamte Auflage aufkaufe.“
  8. In einer Schule fehlt das Bild des Präsidenten. Endlich wird es in einem Schrank gefunden. Entrüstet sagt der Lehrer: „Wie oft habe ich euch schon gesagt: ,Der Präsident gehört nicht eingesperrt, sondern aufgehängt.’“
  9. Der Präsident geht mit seinem Enkelkind spazieren und wird von diesem gefragt: „Du, Opa, wenn ich groß bin, kann ich dann auch Präsident werden, so wie Du?“ Der Präsident überlegt lange und antwortet dann mit Bestimmtheit: „Nein, denn es kann immer nur einen Präsidenten geben. Und Präsident bin ich doch schon, mein Kind.“
  10. In einem Gefängnis sind die Häftlinge zum Appell angetreten. „Alle ‚mal herhören!“, verkündet der Wärter. „Morgen kommt unser Präsident!“ „Siehst du“, flüstert ein Häftling dem anderen zu, „ich habe immer gesagt, dass es mit dem kein gutes Ende nimmt!“
  11. Der Präsident beabsichtigt, die Steuererklärung drastisch zu vereinfachen. Es wird ein Fragebogen mit nur noch zwei Punkten zugestellt:
    1. „Wie hoch war im Vorjahr der Betrag Ihres Einkommens?“
    2. „Überweisen Sie uns diesen Betrag.“
  12. „Woran erkennt man, dass der Präsident lügt?“
    „Er bewegt die Lippen.“
  13. Ein weiblicher Fan zu einem Schauspieler, der dem Präsidenten der unabhängigen Republik zum Verwechseln ähnlich sieht: „Das muss für Sie ein ungeheures Glücksgefühl sein. Immer und überall werden Sie freudig mit Jubel willkommen geheißen und die Menschen sind begeistert!“ — „Ja, im Theater ist es so. Aber spät abends, wenn ich allein durch die Straßen nach Hause gehe…“
  14. Der Präsident und der Ministerpräsident sind mit dem Auto unterwegs. Auf einer Brücke über einen Fluß steht ein Esel und versperrt ihnen den Weg. Der Ministerpräsident steigt aus und flüstert dem Esel etwas ins Ohr. Augenblicklich rennt das Tier los und stürzt sich in den Fluß. Wieder am Auto angekommen wird er vom Präsidenten gefragt: „Was hast Du zu dem Esel gesagt?“ Daraufhin antwortet der Ministerpräsident: „Ich habe ihn aufgefordert, in die von Dir geführte Partei einzutreten.“
  15. Der Präsident geht zum Friseur und möchte eine Frisur, die ihn ein bisschen jünger macht, ein bisschen volksnäher — kurz, er möchte eine Frisur wie ein populärer Fernsehmoderator mit leicht aufstehenden Haaren. Der Friseur probiert alles Mögliche, jedoch ohne Erfolg. Schließlich sagt er: „Wissen Sie was? Geben Sie einen Tag Redefreiheit im Land, da werden Ihnen die Haare von ganz allein zu Berge stehen.“
  16. Unterhalten sich zwei Männer. Sagt der eine: „Kennst Du schon den Witz, in dem der Präsident mit einem Strick allein in den Wald geht?“ Antwortet der andere: „Nein, fängt aber gut an…“
  17. Warum spielt der Präsident nie Verstecken?
    Weil ihn niemand sucht!
  18. Ein Mann kommt in den Himmel. Dort kommt er an einem Baum vorbei, an dem lauter Glocken hängen. Diese läuten vor sich hin. „Petrus, wozu ist dieser Baum?“, fragt der Mann. „Das ist ein Lügenbaum. Jedes Mal, wenn auf der Erde ein Mensch lügt, klingelt ein Glöckchen.“ — „Interessant!“, sagt der Mann und bleibt noch eine Weile stehen. Auf einmal fällt mit einem lauten Krachen der ganze Baum um. „Petrus, was ist denn jetzt passiert?“ — „Nichts außergewöhnliches. Der Präsident hält wieder einmal eine Rede!“
  19. Das Reformprogramm des Präsidenten:
    1) Menschen reich und glücklich machen
    1a) Liste der Menschen: siehe Anhang
  20. Es fragt die Ehefrau den Präsidenten:
    „Möchtest Du in diesem Jahr nicht Deinen Geburtstag feiern?“
    „Doch schon. Aber ich habe Angst, dass die Feier langweilig wird. Früher, da haben wir zu meinem Geburtstag mit dem Kabinettsmitgliedern immer Flaschendrehen gespielt. Aber seit dem der #Name freier Wahl# nicht mehr dabei ist…“
  21. Ein Hellseher wird gefragt: „Hellseher, sag mir, wann wird der Präsident sterben?“ Der Hellseher denkt lange nach und sagt dann: „Das genaue Datum kann ich Dir nicht sagen; aber eines weiß ich: es wird ein Feiertag sein.“
  22. Der Präsident braucht kein Wahlprogramm — ihm reicht die Opposition.
  23. Eine Abordnung von #ethnische oder religiöse Minderheit freier Wahl# kommt zum Präsidenten und bittet ihn, er möge doch die Angehörigen dieser Gruppe etwas menschlicher behandeln. Schließlich erklärt sich der Präsident dazu auch bereit, jedoch nur unter der Bedingung, dass alle #ethnische oder religiöse Minderheit freier Wahl# einmal in der Woche beten sollen, dass er — der Präsident — ewig jung bleiben möge. Diese Bedingung wird sofort angenommen. Als der Präsident daraufhin betende #ethnische oder religiöse Minderheit freier Wahl# überwachen läßt, hört der damit beauftragte Agent des Sicherheitsdienstes, wie die #ethnische oder religiöse Minderheit freier Wahl# beten, dass der Präsident nicht alt werden möge.
  24. Die Bauern eines Dorfes wollen nach dem Amtsantritt des Präsidenten wissen, wie sich dessen neues nationales Entwicklungsprogramm auf das Leben der Bevölkerung auswirkt. Sie beschließen, durch eine Abordnung den Präsidenten befragen zu lassen. Der Präsident empfängt die Delegation und führt sie an ein Fenster des Präsidentenpalastes. „Seht!“, sagt er und deutet hinaus. „Dort fährt jetzt ein Auto, bald werden es aber viele mehr sein. Das ist das Programm für den neuen Staat.“ Dann weist er auf einen Schornstein. „Seht ihr, das ist eine Fabrik. Bald werden es viele mehr sein. Das ist das Programm für den neuen Staat.“
    Die Abordnung ist zufrieden und kehrt in das Dorf zurück. Dort versammeln sich die Bauern, um den Bericht der Delegation zu hören. Der Leiter der Reisegruppe tritt an das Fenster des Versammlungsraumes und schaut hinaus. Ein Auto fährt nicht vorbei, aber ein Mistwagen. Rasch entschlossen erklärt er: „Seht ihr, das ist ein Mistwagen. Bald werden es viele mehr sein. Das ist das Programm für den neuen Staat.“ Und da er keinen Schornstein einer Fabrik sieht, zeigt er auf den gegenüberliegenden Friedhof: „Seht ihr, das ist ein Friedhof. Bald werden es viele mehr sein. Das ist das Programm für den neuen Staat.“
  25. Was hat der Präsident mit einem Blindgänger gemeinsam?
    Sehr einfach! Niemand traut sich an ihn heran und von allein krepiert er nicht.
  26. „Herr Minister, was haben Sie dem Präsidenten zum Geburtstag geschenkt?“
    „Ein Zäpfchen!“
    „Warum denn ein solches Geschenk?“
    „Na, was soll man einem solchen Arsch schon schenken?“
  27. An einem Empfang nach einem Künstlertreffen nimmt auch der Präsident teil und spricht einen Schriftsteller an: „Was muß ich tun, um Kunst und Kultur in unserem Land zu fördern?“ Da antwortet der Schriftsteller: „In Ruhe lassen, Herr Präsident!“
  28. Witze über den Präsidenten sind alle 3/8tel-Witze. Drei Jahre für den, der den Witz erzählt und acht Monate für jeden, der gelacht hat.
  29. Was ist der Unterschied zwischen dem Präsidenten und einem Terroristen?
    Terroristen haben Sympathisanten!
  30. Wer ist der größte Preistreiber?
    Der Präsident, denn der läßt plakatieren: „Modernisierung um jeden Preis.“
  31. „Ist es war, dass man den Präsidenten kritisieren darf?“
    „Im Prinzip ja, aber es lebt sich in den eigenen vier Wänden angenehmer.“
  32. Der Präsident besucht Washington und übernachtet im Weißen Haus. Mitten in der ersten Nacht: ein eiskalter Windhauch weckt ihn auf, und es erscheint der Geist von George Washington. Der Präsident denkt sich: „Mensch, der hatte es doch auch nicht leicht damals, vielleicht kann der mir einen Tip geben“. Also fragt er ihn: „George, wie kann ich meinem Land helfen?“ Washington antwortet: „Sei immer offen und ehrlich und gib den Leuten ein gutes Vorbild, so wie ich es getan habe.“ Nächste Nacht – wieder ein Windhauch. Es erscheint der Geist von Thomas Jefferson. Der Präsident fragt wieder: „Thomas, wie kann ich meinem Land helfen?“ Antwort von Jefferson: „Reduzier‘ die Regierung und die Verwaltung auf die Hälfte, und senk‘ dafür die Steuern, so wie ich es getan habe.“ Die dritte Nacht — diesmal erscheint der Geist von John F. Kennedy. Der Präsident fragt auch ihn: „John, wie kann ich meinem Land helfen?“ Antwortet der: „Fahr nach Dallas, so wie ich es getan habe…“
  33. Der Präsident ist das erste Mal im Ausland zu einem Staatsbesuch. Nach seiner Rückkehr fragen ihn seine Minister: „Und? Wie ist es dort?“ Antwortet der Präsident: „Wie bei uns! Für Devisen bekommt man alles.“
  34. Nach seinem Tod klopft der Präsident bei Petrus an die Tür. Dieser sieht nach und fragt: „Du hast Dich wohl verlaufen? Ab in die Hölle!“ Ein halbes Jahr später klopfen zwei Teufelchen bei Petrus an. Petrus: „Ihr seid ganz falsch hier!“ Darauf entgegnen die Teufelchen: „Nein, wir sind die ersten Flüchtlinge…“
  35. Ein Mann bekommt eines Tages vom Präsidenten ein Bild mit eigenhändiger Unterschrift geschickt. Abends erzählt er es seinen Freunden und meint: „Der Präsident ist ja auch mein Freund, aber jetzt weiß ich nicht, ob ich ihn aufhängen oder an die Wand stellen soll.“
  36. Welche Betriebe sind heute wirklich präsidententreu? — Die unabhängigen Bühnen und Zeitungsverlage, denn die stehen geschlossen hinter dem Präsidenten.
  37. Der Präsident kommt in ein Dorf. Kaum hat er dieses nach einer Ansprache an das Volk wieder verlassen, werden alle Apfelbäume in der Siedlung gefällt.
    „Warum das denn?“
    „Weil der Präsident, bevor er abgefahren ist, gesagt hat: ,Wenn die Apfelbäume blühen, komme ich wieder.’“
  38. Zwei amerikanische Agenten haben einen Anschlag auf den Präsidenten verübt. Ihre Namen: Johnny Walker und Jim Beam.
  39. Der Präsident fragt einen Arbeiter: „Wie lange arbeiten Sie täglich?“
    „8 Stunden.“
    „Und wenn Sie in einen Betrieb mit strategischer Bedeutung kämen, wie lange arbeiteten Sie dann?“
    „16 Stunden.“
    „Und wenn Sie für meine Partei arbeiten würden?“
    „Dann natürlich 24 Stunden.“
    „Sehr vorbildlich! Was sind Sie eigentlich von Beruf?“
    „Totengräber!“
  40. Einer alten Frau wird von der staatlichen Sozialfürsorge Brennmaterial zugeteilt und es wird ihr dabei auch ein Bild des Präsidenten mit den Worten überreicht: „Das ist der Mann, dem Sie das Brennmaterial zu verdanken haben.“ — Nach einigen Tagen sieht ein Besucher das Bild und sagt: „Ah, der Präsident.“ „Ach, woher!“, ruft die alte Frau. „Das ist mein Brennstoffhändler.“
  41. Der Präsident verbietet einem Conférencier, dauernd über ihn Witze zu erzählen: „Schließlich bin ich der gewählte Präsident und das ganze Volk steht geschlossen hinter mir.“ — „Aber bitte“, antwortet der Conférencier, „der Witz war aber nicht von mir.“
  42. Der Präsident, der Justiz- und der Finanzminister fahren in einem Auto. Plötzlich verunglückt das Fahrzeug.
    „Wer wird gerettet?“
    „Das Volk.“
  43. Eine alte Frau schrieb dem Präsidenten einen Glückwunsch zu seinem Geburtstag. In dem Brief heißt es: „Ich wünsche Ihnen alles, was das Volk Ihnen schon seit langem wünscht.“ — Kurz darauf wurde sie wegen Anstiftung zum Mord verhaftet.
  44. Vor dem Präsidentenpalast ist ein alter Mann auf den Rücken gefallen. Der Präsident sieht dies, eilt hinzu, hilft ihm auf und sagt: „Dafür müssen sie nächstes Mal wieder mich wählen!“ Sagt der Alte: „Guter Mann, ich bin auf den Rücken und nicht auf den Kopf gefallen…“
  45. Was ist der Unterschied zwischen einem Telefonhörer und dem Präsidenten?
    Den Telefonhörer hängt man auf, wenn man sich verwählt hat.
  46. Der Präsident ist entmachtet worden. Bisherige Privilegien wurden ihm und seiner Ehefrau entzogen. Nun muß die Gattin zum Einkaufen auf den Markt, in normale Geschäfte und dort auch in Schlangen anstehen. Sie kommt ganz entsetzt nach Hause und sagt zu ihrem Mann: „Kaum bist Du einen Tag nicht mehr an der Macht — schon klappt’s nicht mehr mit der Versorgung.“
  47. Der Präsident will einen arbeitslosen Architekten trösten und sagt zu ihm: „Wenn ich nicht Präsident wäre, würde ich Häuser bauen!“ Sagt der Architekt: „Wenn Sie nicht Präsident wären, würde ich auch Häuser bauen.“
  48. Der Präsident fällt ins Wasser. Ein junger Bursche rettet ihn vor dem Ertrinken. Der Präsident gibt sich zu erkennen und fragt seinen Retter nach einem Wunsch. Da fängt der Bursche bitterlich zu weinen an und schluchzt: „Bitte, sagen Sie es vor allem nicht meinem Vater. Wenn der erfährt, dass ich Sie aus dem Wasser gezogen habe, schlägt er mich tot.“
  49. Es fragt die Ehefrau den Präsidenten:
    „Und wie stellst Du Dir den Ablauf Deiner Geburtstagsfeier morgen Abend vor?“
    „Recht einfach und schlicht. Zuerst halte ich eine kleine Rede und dann gibt es Frühstück.“
  50. Zwei Freunde unterhalten sich und klagen über die Politik. Sagt der eine: „Es ist doch seit Jahren immer das gleiche. Mach‘ ich den Fernseher an, wen sehe ich? Den Präsidenten! Mach‘ ich das Radio an, wen höre ich? Den Präsidenten! Guck‘ ich ihn die Zeitung, wen sehe ich? Den Präsidenten! Ich trau‘ mich schon gar nicht mehr den Klodeckel zu öffnen!“
  51. Was ist der Unterschied zwischen der heiligen Mutter Maria und der Ehefrau des Präsidenten?
    Die heilige Mutter Maria musste nur eine Nacht neben einem Esel schlafen.
  52. „Darf ein Minister den Präsidenten kritisieren?“
    „Im Prinzip ja, aber es wäre schade um den Minister.“
  53. Der Präsident läßt die Meinung der Bevölkerung zu seiner Person, seiner Politik und zur Entwicklung des Landes durch eine Umfrage prüfen. Auf die Frage: „Was bedeutet für Sie die Unabhängigkeit der Republik?“ antwortet ein Mann: „Das gleiche wie meine Frau!“. Daraufhin wird er vom Geheimdienst festgenommen und verhört. Die Sicherheitskräfte wollen von ihm wissen, wie er seine Antwort gemeint habe. „Na ganz einfach. Ich bin jetzt fast 40 Jahre verheiratet und in der Zeit habe ich mich an vieles gewöhnt. Aber Spaß macht es schon lange nicht mehr…“
  54. Der Präsident und ein ausländischer Staatsgast unterhalten sich über die Steuerung der Volkswirtschaft. Der Staatsgast fragt den Präsidenten wie dieser die Versorgung der Menschen mit den Waren des täglichen Bedarfs auch in den entlegensten und ärmsten Landesteilen sicherstellt. Darauf antwortet der Präsident: „Das ist kein Problem, ich lasse alles in die Hauptstadt bringen und wer etwas braucht, der holt es sich ab.“
  55. Bevor der Präsident kam, ging es uns schlecht. Jetzt geht es uns besser. Aber wann wird es uns wieder gut gehen?
  56. Ein ausländisches Staatsoberhaupt besucht die Republik. Der Präsident liest seine Begrüßungsrede ab. Der Gast hält dagegen seine Rede völlig frei. Ein Minister, der dies genau beobachtet, sagt: „Der Ausländer kann ja noch nicht einmal lesen!“
  57. Was ist der Unterschied zwischen der Partei des Präsidenten und einer Samenbank?
    Es gibt keinen. Bei beiden bleiben die Spender anonym!
  58. „Stimmt es, dass unser Präsident alle Probleme lösen kann?“
    „Grundsätzlich ja, nur wird die Art wie er dies tut immer ein Problem bleiben!“
  59. Wie kann man in der unabhängigen Republik am schnellsten Karriere machen?
    Es gibt drei Möglichkeiten:
    1. Man redet dem Präsidenten nach dem Mund (orale Methode).
    2. Man kriecht dem Präsidenten hinten rein (anale Methode).
    3. Man heiratet die Präsidententochter (vaginale Methode).
  60. Der Präsident geht verkleidet unters Volk, um die Meinung über sich zu hören. Er fragt einen Arbeiter. Das sagt: „Um Himmels willen, seien Sie vernünftig, man darf doch nichts sagen. Aber kommen Sie mit in meine Wohnung. Da sag‘ ich es Ihnen.“ In seiner Wohnung angekommen, schaut der Mann unters Bett, hinter den Schrank und in jeden Winkel, schließt jede Tür ab und sagt: „Also ich, ich verehre ihn.“
  61. „Wäre es nicht am einfachsten, wenn man alle Gegner unseres Präsidenten ins Gefängnis stecken würde?“
    „Grundsätzlich schon. Aber wer soll dann die Arbeit auf den Feldern und in den Fabriken verrichten?“
  62. Der Präsident betrachtet wieder einmal trübe sein Bild, welches an der Wand hängt. „Was wird mit uns beiden nach dem Ende meiner Amtszeit geschehen?“ „Ganz einfach. Mich nehmen sie herunter und dich hängen sie auf.“
  63. Sagt ein Minister zum anderen: „Wir sollten uns auf die Zeit nach dem Präsidenten vorbereiten.“ Der andere antwortet: „Unsinn! Der stirbt nie.“
  64. Der Präsident ist auf Wahlkampftour und hält eine Rede auf dem Marktplatz, als plötzlich zehn Meter von ihm entfernt ein Mann ein Gewehr auf ihn richtet, schießt und danebentrifft. Die Sicherheitsbeamten und die Polizei jagen den Attentäter quer durch die halbe Stadt und nach einer langen Verfolgungsjagd erwischen sie ihn auch. Bei der Vernehmung auf der Polizeiwache wird der Mann nach seinen Personalien gefragt. Als Beruf gibt er an: „Scharfschütze.“ — „Na hören sie mal!“, sagt der Polizist, „Sie verfehlen aus zehn Meter Entfernung den Präsidenten und wollen uns ernsthaft weismachen, sie wären Scharfschütze?“ Darauf der Attentäter: „Mensch! Stehen sie mal mit ’nem Gewehr da und dreißig Menschen rempeln sie an und zischen: ‚Schieß doch endlich! Schieß doch!’“
  65. Ein Anwalt wird zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt. Er hat den Präsidenten einen Idioten genannt. Nach dem Urteil beruft sich der Anwalt auf das Strafgesetzbuch, welches für solche Vorgehen nur eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten vorsieht. Daraufhin erklärt der Richter: „Wir haben Sie nicht verurteilt, weil Sie den Präsidenten beleidigt, sondern weil Sie ein Staatsgeheimnis verraten haben.“
  66. Steht der Präsident vor der Grenze. Er wird um seinen Pass gefragt und sucht vergeblich, da sagt er: „Aber mein lieber Mann, man kennt mich doch ich bin der Präsident!“ Darauf der Grenzer: „Das kann ja jeder sagen. Gestern war hier #national bekannte Leichtathletin# und hat ihren Pass vergessen, daraufhin haben wir sie weitspringen lassen – 7m – sie durfte weiterfahren. Oder vorgestern kam #national bekannter Sprinter# und hat seinen Pass vergessen, dann ist er 100 Meter unter 11 Sekunden gerannt. Wunderbar, er durfte passieren.“ Sagt der Präsident resigniert: „Ja, aber ich kann doch gar nichts!“ — „Bitte fahren sie durch, Herr Präsident!“
  67. Was ist Brudermord? Wenn der Präsident ein Schwein schlachtet. Und was ist Selbstmord? Wenn man diesen Witz in der Öffentlichkeit erzählt.
  68. Was ist die kürzeste Zeiteinheit?
    Ein „Präsident“ — das ist die Zeit vom Erscheinen des Präsidenten auf dem Bildschirm bzw. im Radio bis zum Umschalten.
  69. Der Präsident muß operiert werden.
    „Warum?“
    „Bei dem Versuch, die Stimmung der Bevölkerung zu heben, hat er sich einen Bruch zugezogen.“
  70. Der Präsident kommt in ein Dorf in seiner Heimatprovinz und hält dort eine endlose Ansprache. Der Applaus im Anschluß ist nur mäßig. Ein Mann aber klatscht begeistert und trägt seine Freude über den Präsidenten offen zur Schau. „Hierbleiben! Hierbleiben!“, ruft er immer wieder. Der Präsident ist ganz gerührt und zeichnet den Mann mit einem Händedruck aus: „Sie kommen wohl aus der Gegend hier, oder?“ „Aber nicht doch“, antwortet der Mann treuherzig. „Ich komme aus der Hauptstadt.“
  71. Der Präsident will sein Auto verkaufen. Einziger Interessent ist ein Herr aus dem armen Nachbarland. Beim Aufsetzen des Kaufvertrages fragt der Präsident: „Können Sie sich ausweisen?“ Fragt der Ausländer: „Wie — muss man das jetzt schon selber machen?“
  72. Der Präsident, der Justiz- und Innenminister besuchen am Feiertag einige Einrichtungen in der Republik. Als erstes eine Schule. Der Direktor klagt: „Nun ja, was soll ich sagen, die Turnhalle ist im Winter immer kalt, die Klassenzimmer müssten renoviert werden, und einen richtigen Speiseraum gibt es leider auch nicht. Vielleicht könnten Sie etwas veranlassen?“ — „Ach hören Sie, das macht doch alles noch einen guten Eindruck!“, entgegnet der Präsident.
    Die nächste Station auf der Besuchsreise der drei ist ein Kindergarten. „Nun ja, was soll ich sagen, das Dach ist undicht, Spielzeug fehlt, und die Heizung geht im Winter auch nicht so recht. Vielleicht könnten Sie etwas veranlassen?“, fragt die Leiterin. — „Ach hören Sie, das macht doch alles noch einen guten Eindruck!“, entgegnet der Präsident abermals.
    Die nächste Station ist ein Gefängnis. Der Präsident lässt sich von Gefängnisdirektor alles genau erklären, erkundigt sich und noch bevor dieser etwas sagen kann ordnet er an: „Hier muss alles saniert werden! Sauna, Schwimmbad und so weiter müssen rein!“ Der Direktor freut und bedankt sich.
    Draußen fragen der Justiz- und Innenminister: „Herr Präsident, warum haben Sie denn die Sanierung des Gefängnisses angeordnet und bei den Kindern jede Unterstützung verweigert?“ — „Na, glaubt Ihr etwa, dass Ihr noch mal in den Kindergarten kommt?“
  73. Der Präsident beobachtet auf dem Weg zu seinem Palast einen Jungen, der eine Schachtel in der Hand hält. Neugierig fragt der Präsident, was denn in der Schachtel ist. „Da habe ich ganz frisch geborene kleine Kätzchen drin“, sagt der Junge, „und sie sind alle Anhänger der Präsidentenpartei“. Der Präsident schmunzelt erfreut und lobt den Jungen. Einige Tage später sieht er den Jungen wieder dastehen, wieder mit seiner Schachtel. Der Präsident holt seinen Premierminister, um ihm die Kätzchen zu zeigen. Der Junge lüftet den Deckel der Schachtel: „Das sind alles kleine Kätzchen, und sie sind alle Oppositionelle“. Der Präsident ist konsterniert: „Vor kurzem hat du mir noch gesagt, dass sie alle Anhänger der Präsidentenpartei sind!“ Der Junge: „Ja, aber jetzt haben sie ihre Augen geöffnet.“
  74. Der Präsident soll entführt worden sein. Die Täter verlangen fünf Millionen US Dollar — andernfalls lassen sie ihn frei.
  75. Das geltende Strafrecht genügt den Ansprüchen des Präsidenten nicht mehr. Die Neufassung soll drei Pagraphen umfassen:
    § 1 Wer etwas unternimmt oder unterläßt, wird bestraft.
    § 2 Die Strafe richtet sich nach dem gesunden Volksempfinden.
    § 3 Was das gesunde Volksempfinden ist, bestimmt der Präsident.
  76. Der Präsident führt uns in eine bessere Zukunft. #Ortstypischer Vorname freier Wahl#, der das Gegenteil behauptete, haben wir gestern begraben.
  77. Auf einem präsidialen Empfang anläßlich einer Kulturveranstaltung bringt der Landesvater einen Toast aus: „Ich trinke darauf, dass unser Land eine international anerkannte Kulturnation werde!“ „Bleibe, Herr Präsident, bleibe!“ ist die Antwort eines Künstlers.
  78. „Würde es helfen, wenn unserem kranken Präsidenten ein neues Herz eingepflanzt würde?“
    „Sicherlich nicht. Bei unserem Präsidenten spielt das Herz keine Rolle.“
  79. Der neue Präsident fragt seinen Regierungschef, „Wie sieht’s mit meinem Wirtschaftsplan aus?“ Erwidert der Gefragte: „Welcher Plan?“ „Also wenn Du es nicht weißt,“ so der Präsident, „wie soll ich es dann wissen?“
  80. An Mann wird an der Grenze bei dem Versuch ertappt, eine goldene Präsidentenbüste zu schmuggeln. „Aber das ist ja eine goldene Präsidentenbüste!“, herrscht ihn der Zöllner an. — „Na und?“, fragt der Mann, „Hat er es denn nicht verdient, in Gold gegossen zu werden?“
  81. Auf einem Kongress unterhalten sich vier Mediziner aus den USA, Japan, Russland und der unabhängigen Republik über den Stand der Transplantationstechnik in ihren Ländern. Der amerikanische Arzt prahlt: „Wir können einem Mann eine Niere entnehmen, sie einem anderen Patienten einpflanzen, und vier Wochen später kann sich der sich schon wieder neue Arbeit suchen!“
    Darauf der japanische Arzt: „Ha! Das ist ja gar nix! Wir können jemandem die Leber entnehmen, sie einem anderen einpflanzen und drei Wochen später kann sich der sich schon wieder neue Arbeit suchen!“
    Setzt der russische Arzt obendrauf: „Das ist ja gar nix! Wir können einem Menschen das Herz entnehmen, es einem anderen einpflanzen und zwei Wochen später kann der sich schon wieder neue Arbeit suchen!“
    Darauf sagt gelassen der Arzt aus der unabhängigen Republik: „Alles Kinderkram! Wir können ein Arschloch nehmen, es dem Präsidenten einpflanzen und einen Tag später kann sich die ganze Nation neue Arbeit suchen!“
  82. Der Präsident, bekannt als passionierter Jäger, wollte einen Rehbock schießen. „Hab’ ich getroffen?“ fragt er den begleitenden Leibwächter. „Der Präsident geruhten das Tier zu begnadigen.“
  83. Besichtigung im Irrenhaus. „Das hier ist ein besonders schwerer Fall.“, klagt der Arzt und zeigt auf einen Insassen, „Der stellt nicht einmal das Radio aus, wenn der Präsident eine Rede hält!“
  84. Drei vom Obersten Gericht zum Tode Verurteile werden um ihre Wünsche nach ihrer letzten Mahlzeit gefragt und wo sie bestattet werden wollen. Der Erste bestellt eine Suppe und möchte neben seiner Frau begraben werden. Der zweite möchte einen Braten und neben dem Gotteshaus in seinem Geburtsort beigesetzt werden. Der Letzte wünscht sich frische Himbeeren aus der Region. Man sagt ihm, dass die aufgrund des gerade herrschenden Winters nicht zu erhalten seien. Darauf antwortet der Mann: „Ich kann warten.“ Nun soll er noch sagen, wo er bestattet werden möchte. Da sagt er: „Begrabt mich neben dem Präsidenten.“ Man schreit ihn an, ob er denn verrückt geworden sei. Der Präsident lebe ja noch. „Ich kann warten, habe ich doch schon einmal gesagt.“
  85. Ein Gläubiger fragt einen Geistlichen, ob es eine Sünde sei, wenn man jemandem von ganzem Herzen den Tod wünsche. Die Antwort des Geistlichen: „In diesem speziellen Falle nicht!“
  86. Der Präsident fährt mit seinem Chauffeur übers Land. Plötzlich wird ein Huhn überfahren. Wer soll den Verlust des Tieres dem Bauern beibringen? Der Präsident sagt großmütig zu seinem Chauffeur: „Lassen Sie mich mal machen. Ich bin der mächtigste Mann der Landes. Der Bauer wird es verstehen.“ — Gesagt, getan. Nach einer Minute kommt der Präsident atemlos zurückgehetzt: Blaues Auge, Oberkiefer lädiert, den Hintern reibend. „Schnell weg hier!“ Die beiden fahren weiter. Plötzlich läuft ein Schwein vor das Auto und wird überfahren, da der Chauffeur nicht mehr ausweichen kann. Der Präsident schaut ängstlich zum Chauffeur: „Jetzt gehen aber Sie!“ — Der Chauffeur geht zum Bauernhof. Der Präsident wartet 10 Minuten, wartet 20 Minuten. Nach einer Stunde erscheint der Chauffeur singend, freudestrahlend, die Taschen voller Geld und einen dicken Schinken unter dem Arm. — Fragt ihn der Präsident: „Was haben Sie dem Bauern denn gesagt?“ – „Guten Tag. Ich bin der Chauffeur des Präsidenten. Wir hatten einen Unfall. Das Schwein ist tot!“
  87. Soeben berichtet der Erste Kanal des staatlichen Fernsehens in einer Sondersendung von einem tragischen Zwischenfall in der Hauptstadt heute morgen. Im Präsidentenpalast brach gegen 7 Uhr morgens aus bisher ungeklärter Ursache ein Feuer aus, in dessen Folge die Privat-Bibliothek des Präsidenten vernichtet wurde. Alle beiden Bücher wurden restlos zerstört. Der Präsident zeigte sich entsetzt über diesen Verlust, er hatte das zweite Buch noch nicht fertig ausgemalt…
  88. Drei Jungs laufen durch die Hauptstadt, als sie in einem Fluß einen Mann ertrinken sehen. Sie stürzen sich sofort ins Wasser und retten den Ertrinkenden. Am Ufer stellt sich heraus, dass der Gerettete der Präsident ist. Dieser ist glücklich über seine Rettung und erklärt den Jungs, dass er ihnen je einen Wunsch erfüllt. Der erste Junge: „Ich wünsche mir ein Mountain Bike.“ — „Okay. Morgen kommt mein Sekretär und geht mit dir zum Fahrradhändler.“ Der zweite Junge wünscht sich einen Computer. „Okay. Morgen kommt mein Sekretär und kauft Dir einen Computer Deiner Wahl“ Der dritte Junge: „Ich wünsche mir ein Staatsbegräbnis.“ — „Wieso denn das? Du bist doch noch viel zu jung, um ans Sterben zu denken.“, fragt der Präsident. — „Aber, wenn mein Vater erfährt, dass ich den Präsidenten vor dem Ertrinken gerettet habe, dann bringt er mich um.“
  89. Drei Chirurgen spielen Golf und unterhalten sich über die Fortschritte in der Chirurgie. Einer sagt: „Ich bin der beste Chirurg des Landes. Ein Konzertpianist verlor einmal sieben Finger bei einem Unfall, ich habe sie ihm wieder angenäht und acht Monate später hat er ein Privatkonzert beim Präsidenten gegeben.“ Ein anderer sagt: „Das ist nichts. Ein junger Mann hat bei einem Unfall beide Arme und beide Beine verloren, ich habe sie wieder angenäht und zwei Jahre später hat er eine Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen.“ Der dritte Chirurg meint: „Ihr seid beide Amateure. Vor ein paar Jahren ist einmal ein Mann voll mit Drogen und Alkohol auf einem Pferd reitend direkt mit einem Zug zusammengestoßen, der mit über 100 Kilometern pro Stunde fuhr. Alles was von dem Reiter und dem Pferd noch übrig war, war der Hintern des Pferdes und der Hut des Reiters. Heute ist dieser Reiter unser Präsident.“
  90. Ein Mann ist gestorben und kommt in den Himmel. Als er vor Petrus am Himmelstor steht, sieht er eine riesige Wand von Uhren hinter sich. Er fragt Petrus: „Was sind das für Uhren?“ Der heilige Petrus antwortet: „Das sind Lügen-Uhren, jeder Mensch auf der Erde hat eine Lügen-Uhr. „Oh“, sagt der Mann und deutet auf eine Uhr deren Zeiger alle auf der Zwölf stehen, „wessen Uhr ist das?“ „Das ist die Uhr von Mutter Teresa, die Zeiger haben sich nie bewegt, was darauf hindeutet, dass sie niemals gelogen hat.“ „Unglaublich“, sagt der Mann. „Und wessen Uhr ist das?“ Petrus antwortet: „Das ist die Uhr von Alfred Nobel, die Zeiger haben sich zweimal bewegt und sagen uns, dass Alfred Nobel in seinem ganzen Leben nur zwei Lügen erzählt hat.“ „Und wo ist die Uhr des Präsidenten?“, fragt der Mann. „Die Uhr des Präsidenten ist im Büro von Jesus, er benutzt sie als Ventilator.“
  91. Der Präsident kommt in den Himmel und wird von Petrus begrüßt. Er blickt sich um und sieht eine große Anzahl von Uhren an einer Wand. Der Präsident fragt Petrus, was diese Uhren bedeuten sollen. „Nun, jede Regierung der Welt hat eine Uhr. Wenn die Regierung eine Fehlentscheidung trifft, dann rücken die Zeiger ein Stück weiter.“ Der Präsident schaut noch einmal auf die Wand mit den Uhren und fragt dann: „Und wo ist die Uhr meines Landes?“ „Die“, antwortet Petrus, „hängt in der Küche, als Ventilator!“
  92. Ein Ministerialbeamter stellt einen Kollegen zur Rede. „Warum warst Du nicht bei der letzten Rede des Präsidenten?“ „Warum hast Du mir das nicht gesagt? Wenn ich gewusst hätte, dass es die letzte ist — dann wäre ich doch gekommen!“
  93. Der Premierminister und der Präsident sitzen, umringt von Schaulustigen, am Ufer eines Sees und angeln. Der Premierminister fängt einen Fisch und möchte den auch gleich mittels eines Schlags auf den Kopf töten. Unmutiges Gebrumme der Schaulustigen: „Mörder, Vielfraß, Buh, …“ Dem Premierminister wird es mulmig und er wirft den Fisch wieder ins Wasser. Plötzlich fängt der Präsident einen Fisch, zieht ihn aus dem Wasser, legt ihn in seinen Schoß und beginnt den Fisch zu streicheln. Zustimmendes Murmeln aus der Menge der Schaulustigen. „Ja, Herr Präsident,“ fragt der Premierminister, „was machen Sie denn da?“ Antwortet der Präsident: „Sehen Sie, den Leuten gefällt es und sterben wird der Fisch so auch…“
  94. Was sieht der Präsident, wenn er nackt vor dem Spiegel steht? — Seinen einzigen Anhänger.
  95. Was passiert, wenn wir den Präsidenten in die Wüste schicken?
    Lange erst einmal nichts — und nach fünf Jahren wird der Sand teurer!
  96. Jeden Morgen kauft ein Mann in der Unabhängigen Republik am Kiosk die führende Tageszeitung, guckt auf die erste Seite und wirft die Zeitung dann in den Papierkorb. Eines Tages spricht der Zeitungsverkäufer ihn an: „Ich verstehe Sie nicht, Sie kaufen die Zeitung, schauen nur auf die erste Seite und werfen sie dann weg. Sie schauen nicht auf den Wirtschaftsteil, nicht auf die Lokalseite oder auf die Sportberichte. Warum kaufen Sie die Zeitung?“ „Wegen der Todesanzeigen.“ „Aber die stehen doch auf der letzten Seite.“ „Die, die mich interessiert, steht auf der ersten Seite!“
  97. Unterhalten sich zwei Gefängnisinsassen. Fragt der eine: „Weshalb bist du hier?“ „Ich bin Fahrradhändler und habe dem Präsidenten den Rücktritt angeboten. Und was hast du angestellt?“ „Ich habe den Präsidenten durch ein Fernrohr beobachtet.“ „Da ist doch aber nichts Schlimmes dabei!“ Sagt der andere: „Ja schon, aber bei mir hing da noch ein Gewehr unten dran!“
  98. Nach seinem Ableben klopft der Präsident bei Petrus an die Tür. Dieser sieht nach und stellt fest: „Du hast Dich wohl verlaufen? Ab in die Hölle!“ Ein halbes Jahr später klopfen zwei Teufelchen bei Petrus an. Petrus: „Ihr seid ganz falsch hier!“ Die Teufelchen: „Nein, wir sind Flüchtlinge!“
  99. Ein Autofahrer steht im Stau. Plötzlich klopft ein Mann an sein Fenster. „Der Präsident wurde entführt. Die Täter verlangen 10 Millionen Lösegeld oder sie übergießen den Präsidenten mit Benzin und verbrennen ihn. Meine Freunde und ich gehen nun von Auto zu Auto und sammeln.“ Autofahrer: „Und wieviel spenden die Leute im Durchschnitt?“ „Ca. 4-5 Liter…“
  100. Bei einem Kongress für Mikrochirurgie treffen sich ein amerikanischer, ein japanischer und ein Arzt aus der Unabhängigen Republik. Nach dem formellen Teil sehen sich die drei in der Hotelbar wieder und beginnen sich nach einigen Drinks ihre größten Meisterstücke zu erzählen: „In einer Autofabrik ist einmal ein Arbeiter in die Blechpresse geraten“, prahlt der amerikanische Arzt. „Alles, was von ihm übriggeblieben ist, war sein kleiner Finger. Also nahm ich den Finger, konstruierte eine neue Hand, einen neuen Arm, Rumpf, Kopf, Beine und so weiter. Der Arbeiter, der dabei entstand, war so leistungsfähig, dass er alleine 50 andere Menschen arbeitslos gemacht hat.“ „Das ist ja gar nichts“, konterte der Japaner, „vorigen Monat, bei einem Unfall in einem Kernkraftwerk, da verunglückte ein junger Mann. Das einzige, was wir von ihm noch finden konnten, war ein Haar. Also nahm ich das Haar, konstruierte einen neuen Kopf, ein neues Gehirn und einen kompletten Körper. Jetzt ist der junge Mann bei seiner Arbeit so effizient, dass er 500 andere Menschen arbeitslos gemacht hat.“ „Das nennt ihr Leistung?“ ereiferte sich der Chirurg aus der Unabhängigen Republik. „Vor ein paar Jahren ging ich einmal über die Straße und roch einen Furz. Ich packte den Furz ein, brachte ihn in meine Praxis. Dort wickelte ich einen Hintern darum und konstruierte einen kompletten Körper mitsamt Kopf und Gehirn. Der Mann ist jetzt unser Präsident und er ist so fähig, dass er fast mehrere Millionen Menschen arbeitslos gemacht hat!“
  101. Der Außenminister der Unabhängigen Republik wird gefragt, was er während seiner langjährigen Arbeit vom Präsidenten des Landes gelernt habe. Seine Antwort: Bei den Worten „unsere Partner aus den USA“ ernst bleiben.
  102. Was hat der Präsident der Unabhängigen Republik in einem Jahr erreicht, was die kommunistischen Machthaber vor ihm in Jahrzehnten nicht geschafft haben?
    Er lässt den Kommunismus gut aussehen.
  103. Ein Amerikaner und ein Bürger der Unabhängigen Republik unterhalten sich über Politik und vergleichen ihre individuellen und politischen Freiheiten in ihren beiden Ländern. Sagt der Amerikaner: „Wenn ich mit der Politik meines Präsidenten nicht einverstanden bin, dann kann ich nach Washington fahren, in das Weiße Haus gehen, im Büro des Präsidenten mit der Faust auf den Tisch schlagen und dem Präsidenten direkt ins Gesicht sagen, dass ich mit seiner Politik nicht einverstanden bin. Bei euch, in der Unabhängigen Republik kann man das nicht machen!“ Entgegnet der Bürger der Unabhängigen Republik: „Also das kann ich auch. Ohne Probleme kann ich in die Hauptstadt fahren, im Büro des Präsidenten im Präsidentenpalast mit der Faust auf den Schreibtisch schlagen und dem Präsidenten direkt ins Gesicht sagen, dass ich mit der Politik des amerikanischen Präsidenten nicht einverstanden bin.“
  104. In der Unabhängigen Republik wächst beim einfachen Volk der Missmut über Vetternwirtschaft und Korruption der hochrangigen Staatsbediensteten. Insbesondere das Ignorieren von offensichtlichem Fehlverhalten hochrangiger Funktionäre im Straßenverkehr durch die Verkehrspolizei ruft bei den einfachen Menschen Zorn hervor. Als Maßnahme zur Bekämpfung der schlechten Stimmung in der Bevölkerung ergeht deshalb aus dem Präsidentenpalast die Anordnung an die Verkehrspolizei, dass jeder Verstoß gegen die Verkehrsregeln, ungeachtet der Umstände, der Funktion und des Ansehens des Fahrers, streng zu verfolgen ist.
    Einige Tage nach dieser Anordnung beschließt der Präsident deren Einhaltung durch die Verkehrspolizei persönlich zu überprüfen. Zu diesem Zweck tauscht er auf dem Weg zum Präsidentenpalast mit seinem Chauffeur die Plätze und fährt mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Hauptstadt. Es dauert nicht lange, bis er von zwei Verkehrspolizisten angehalten wird. Einer der beiden Polizisten geht zur Limousine, um deren Fahrer aufgrund des Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit zu bestrafen, kommt jedoch nach nur wenigen Augenblicken unverrichteter Dinge wieder zu seinem Kollegen zurück. Daraufhin wird er von diesem gefragt, welche hochrangige Persönlichkeit in dem Wagen gesessen hätte, dass er selbst dessen Fahrer nicht für die Regelwidrigkeit bestrafen konnte, so wie es Vorschrift sei. Antwortet der Gefragte: „Das konnte ich aufgrund der Dunkelheit im Fahrzeug nicht erkennen. Der Passagier muß aber eine sehr wichtige und hochrangige Persönlichkeit gewesen sein, denn am Steuer saß als Fahrer der Präsident.“
  105. Der Papst nimmt zukünftig an allen Kabinettssitzungen der Regierung der Unabhängigen Republik teil. Er will damit sein Versprechen halten, immer dort zu sein, wo das Elend am größten ist.
  106. Beim ehemaligen Ministerpräsidenten klingelt das Telefon und dieser geht an den Apparat.
    Anrufer: „Guten Tag, ich möchte gern den Ministerpräsidenten sprechen!“
    Ehemaliger Ministerpräsident: „Es tut mir leid, ich bin nicht mehr Ministerpräsident. Sie müssen sie jetzt woanders anrufen.“
    Der Anrufer legt auf. Zwei Minuten später klingelt das Telefon erneut. Der ehemalige Ministerpräsident geht ans Telefon.
    Anrufer: „Guten Tag, ich möchte gern den Ministerpräsidenten sprechen!“
    Ehemaliger Ministerpräsident: „Tut mir leid, ich bin nicht mehr Ministerpräsident, habe ich das eben nicht schon gesagt?! Sie sind hier falsch!“
    Der Anrufer legt wieder auf. Eine Minute später klingelt das Telefon erneut. Der ehemalige Ministerpräsident geht an den Apparat.
    Anrufer: „Guten Tag, ich möchte gern den Ministerpräsidenten sprechen!“
    Ehemaliger Ministerpräsident: „Wie oft soll ich es Ihnen denn noch sagen? Ich bin nicht mehr der Ministerpräsident!“
    Anrufer: „Ja ich weiß, aber ich kann es nicht oft genug hören…“
  107. Wie wechselt der Präsident bei sich zu Hause eine Glühbirne?
    Er hält die Glühbirne in der Fassung fest und wartet darauf, dass sich die ganze Welt um ihn dreht.
  108. In der Parteizentrale der größten Oppositionspartei in der Unabhängigen Republik klingelt das Telefon. Eine Stimme fragt: „Können Sie mir sagen, wer der Nachfolger des Präsidenten wird?“ Der Angerufene ist irritiert und antwortet: „Sie haben bei der Opposition angerufen. Wenn Sie wissen möchten, wer der nächste Präsident wird, dann müssen Sie das Präsidium der Partei des Präsidenten anrufen. Dort kann man Ihnen sicherlich Ihre Frage zur Nachfolge des Präsidenten beantworten.“ Darauf hin sagt der Anrufer mit jammerndem Tonfall: „Hier ist das Präsidium der Partei des Präsidenten…“
  109. Der Präsident ist gestorben und steht vor Petrus. „Möchten Sie in den Himmel oder in die Hölle?“, fragt dieser den Präsidenten. „Um dies entscheiden zu können, müsste ich vorher beide Optionen prüfen“, antwortet der Präsident. „Kein Problem“, entgegnet Petrus und zeigt dem Präsidenten zuerst das Leben im Himmel, danach das in der Hölle. Im Himmel herrscht ruhige Gelassenheit, in der Hölle hingegen feiert eine fröhliche und laute Partygesellschaft. Nach der Besichtigung von Himmel und Hölle entscheidet sich der Präsident für die Hölle. „Kein Problem!“, sichert ihm Petrus zu, „Allerdings brauche ich ein wenig Zeit, um die Papiere fertig zu machen“.
    Nachdem dies geschehen ist, passiert der Präsident die Tür zur Hölle und findet sich im schrecklichsten Szenario wieder, welches man sich vorstellen kann. Mit vor Angst und Entsetzen geweiteten Augen wendet er sich von dem Schrecken in der Hölle ab und fragt Petrus, wo denn die Party geblieben sei, die sie vor einiger Zeit zusammen in der Hölle gesehen haben. Antwortet Petrus: „Die Party, die war vor der Wahl!“
  110. Der Präsident verunglückt zusammen mit dem Innen- und dem Justizminister tödlich bei einem Unfall. Alle drei kommen in den Himmel und stehen gemeinsam vor Gott. Dieser fragt den Justizminister woran er glaubt und welche Werte er vertritt. Der Justizminister antwortet: „Ich glaube an das Recht auf Freiheit, an Gerechtigkeit und die Pflicht zur Wahrung der Schöpfung.“ Gott ist beeindruckt und bittet den Justizminister zu seiner Rechten Platz zu nehmen. Daraufhin fragt Gott den Innenminister, woran dieser glaubt und für welche Werte dieser eintritt. Der Innenminister antwortet: „Ich glaube an die Gleichberechtigung und Menschenwürde unabhängig von der Herkunft und der Hautfarbe.“ Wieder ist Gott sehr beeindruckt und bittet den Innenminister zu seiner Linken Platz zu nehmen, bevor er sich mit der Frage an den Präsidenten wendet: „Und woran glauben Sie?“ Der Präsident antwortet: „Ich glaube, Sie sitzen auf meinem Platz!“
  111. Drei Jugendliche sitzen am Fluß und angeln, als sie sehen wie der Präsident alleine am Ufer spazieren geht. Plötzlich stolpert dieser und fällt ins Wasser. Den drei Jungs gelingt es jedoch, den Präsidenten vor dem Ertrinken zu retten, worauf ihnen dieser zur Belohnung jeweils einen Wunsch erfüllen möchte. Der erste Junge wünscht sich ein Cabrio. Der zweite Junge wünscht sich ein Motorrad. Der dritte Junge wünscht sich einen Rollstuhl. Daraufhin fragt der Präsident erstaunt: „Warum wünscht Du Dir denn einen Rollstuhl? Du bist doch noch jung und gesund?“
    Antwortet der Junge: „Das stimmt. Aber wenn mein Vater erfährt, dass ich Sie vor dem Ertrinken gerettet habe, dann schlägt er mich zum Krüppel…“
  112. Ein Journalist fragt den Präsidenten, ob er glaube, dass es auf dem Mond Leben gäbe. „Selbstverständlich gibt es Leben auf dem Mond!“, antwortet der Präsident, „Dort brennt doch jeden Abend Licht!“
  113. „Der Präsident hat heute eine Rede vor dem Parlament gehalten!“
    „Vor dem Parlament? Hat man ihn endlich nicht mehr hinein gelassen?“
  114. Ein Arbeitsloser fragt den Vorsitzenden der Vereinten Opposition der Unabhängigen Republik bei einer Wahlkampfveranstaltung, ob dieser ihm eine neue Arbeit verschaffen könne, sollte er Präsident werden. Nach einer kurzen Denkpause antwortet der Oppositionspolitiker: „Selbstverständlich werde ich Ihnen eine neue Arbeit vermitteln! Ich werde Sie zu einem Leiter einer staatlichen Behörde machen, mit einem Jahresgehalt in Höhe der Hälfte des Jahresgehaltes des Präsidenten, einer 500-Quadratmeter-Dienstwohnung direkt gegenüber von Präsidentenpalast und Parlament und einem Dienstwagen mit Chauffeur für Sie und Ihre Frau!“
    „Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?“, fragt der Arbeitslose.
    „Selbstverständlich. Aber wer hat denn damit angefangen?“, entgegnet der Präsidentschaftskandidat der Opposition.
  115. Warum ist der Außenminister beim Volk so beliebt? Weil er nie da ist.
  116. Sagt der Präsident zum Ministerpräsidenten: „Ich will in unserer Partei keine Ja-Sager um mich herum haben. Wenn ich „Nein“ sage, dann sollen alle anderen auch „Nein“ sagen!“
  117. Ein Mann läuft vor dem Präsidentenpalast hin und her und schreit dabei: „Dieser Lügner! Dieser Verbrecher! Läßt uns nicht in Ruhe leben und gibt uns keinen Frieden! Dieser Bastard!“
    Eine Wache greift den Mann auf und bringt ihn zum Präsidenten. Dieser stellt den Mann zur Rede und möchte von ihm wissen, wen er mit seinen Beschimpfungen gemeint hätte. Antwortet der Mann: „Na den Präsidenten von [Name des Nachbarlandes]!“
    Daraufhin ordnet der Präsident an, den Mann in die Freiheit zu entlassen. Kurz bevor die Wache den Mann aus dem Raum bringt, fragt der Präsident jedoch die Wache: „Was haben Sie denn gedacht, wen der Mann mit seinen Beschimpfungen gemeint hat?“
  118. Warum sind 99% der Frauen in der Unabhängigen Republik unbefriedigt?
    Weil der Präsident nicht überall sein kann.
  119. Der Präsident der Unabhängigen Republik hat das umweltfreundlichste Auto der Welt: Es braucht keinen Kraftstoff. Weder Benzin, noch Diesel oder Strom. Denn es fährt aus Respekt vor dem Präsidenten.
  120. Warum braucht der Präsident der Unabhängigen Republik keine Uhr?
    Weil er allein entscheidet wie spät es ist.
  121. Die Präsidenten-Bibliothek muss für die Öffentlichkeit gesperrt und geschlossen werden. Das einzige Buch ist ausgeliehen worden.
  122. Bei einem Treffen mit Jugendlichen erzählt der Minister, um sich bei den Jugendlichen beliebt zu machen und als „einfacher Mann aus der Mitte des Volkes“ zu präsentieren, von seinen Jugendträumen. Dabei erklärt der Minister: „Stellt euch vor, als Jugendlicher habe ich davon geträumt ein berühmter Gangster, ein Räuber zu werden!“ Fragt ein Jugendlicher interessiert: „Und wie haben Sie es geschafft, sich diesen Jugendtraum zu erfüllen?“