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Bilder Taschkent

Blick über eine russische Kolonistensiedlung;
Taschkent,
Mai 2005
Im Gegensatz zu den späteren sowjetischen Planern haben sich die ersten russischen Kolonisten mit ihrer Architektur an die klimatischen Bedingungen Zentralasiens angepaßt. Wie bei den Usbeken sind die Häuser flach gehalten, um von speziellen Gerüsten für schattenspendende Kletterpflanzen überragt werden zu können. Im Gegensatz zur traditionellen muslimisch geprägten Bauart der usbekischen Höfe ohne Fenster zum öffentlichen Raum, sind die russischen Einzelhäuser nur auf die lokalen Besonderheiten angepaßte russische Blockhäuser, d.h. Fenster und Zäune öffnen das Haus in den öffentlichen Raum hinein und kapseln es nicht ab. Anders als in der usbekischen Altstadt sind die Straßen in der russischen Kolonialsiedlung keine Sackgassen, sondern Durchgangsstraßen, wodurch sich eine Blockbebauung ergibt.
Die russischen Kolonisten haben es (anders als die sowjetischen Planer in den Nachfolgejahren) verstanden, lokale Baustile zu adaptieren und mit eigenen Konzepten zu einer modernen Siedlungsstruktur zu kombinieren. Aufgrund der Blockbebauung mit Durchgangsstraßen war es in den letzten Jahrzehnten deshalb leichter als in der usbekischen Altstadt die Viertel mit Medienanschlüssen zu erschließen und an öffentliche Dienstleistungen anzubinden.
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