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Bilder aus Rußland

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In einer sehr kalten, windigen und in Moskau im Winter recht seltenen sternenklaren Nacht aufgenommen. Keine Ahnung mehr mit welcher Knipse und welchem Objektiv. Dafür war ich zu sehr damit beschäftigt, die strafmandatshungrigen Ordnungskräfte zu beobachten. Angeblich ist das Photographieren mit Hilfe eines Stativs auf dem Roten Platz verboten*. Aus der Hand ist es erlaubt, aber wehe man trägt ein Stativ mit sich herum. Dann hat man schnell einige uniformierte Fragesteller um sich herum. Bei verschiedenen Versuchen dieses angebliche Verbot zu ignorieren, wurden mir Beträge zwischen 50 und 1.000 US-Dollar als „Strafe“ genannt. Welch' ein Glück, dass ich auch bei schneidendem Wind und Minusgraden immer sehr viel Zeit und Geduld im Umgang mit solchen Herren habe. ;) Alternativ zur eigenen Ausrüstung kann man aber auch einen der ortsansässigen Photographen bitten, ein Bild zu machen. Auf dem Platz stehen von diesen Dienstleistern immer, d.h. auch mitten in der Nacht, einige herum und warten samt ihren Stativen auf Touristen. Aber wozu trage ich ein Stativ und eine Knispe mit mir herum, wenn ich dann doch wieder ein paar Dollar für eine Touristenfalle ausgeben soll? Daher, lieber selbst gemacht in stiller Nacht, ohne den Herrn Pastor, äh, Milizionär. ;)
Die Wolken am unteren Bildrand sind der Ausstoß eines innerstädtischen Kraftwerks. Irgendwoher muß der Smog ja kommen. ;)

 

* Mit dieser Auffassung, daß öffentliche Plätze nicht photographiert werden dürfen sind die Vertreter der ehemaligen Großmacht nicht allein: http://www.cnn.com/2004/US/Northeast/06/29/un.iran/index.html
Ich bin ja gespannt, wann die Fürsprecher eines Übersicherheitsstaates in Deutschland wie Schily und Beckstein diesen paranoiden Zug in Vorschriften und Normen gießen.

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Datei erstellt am: 07.10.2001 17:03 von: Götz Burggraf
Letzte Änderung am: 03.01.2011 20:28 von: Götz Burggraf
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