Nowa Huta;
Zum Industriekomplex „Nowa Huta“ gibt es eine kleine Anekdote im Sinne eines politischen Witzes aus der Zeit der sozialistisch verfaßten Volksrepublik Polen:
Der Genosse Ministerpräsident besucht Nowa Huta und fragt, stolz auf die Schwerindustrie, wer denn der Hauptabnehmer der Stahlprodukte sei. Der Betriebsdirektor antwortet, daß dies die Eisenbahn und die Kohlegruben seien. „Schön!“, freut sich der Ministerpräsident, „Dann müssen die Menschen im Winter nicht frieren!“. „Leider doch“, entgegnet der Direktor, „Die Kohle braucht die Bahn und brauchen die Elektrizitätswerke.“. „Na dann sitzen die Menschen wenigstens nicht im Dunkeln“, hält der Ministerpräsident dem Einwurf entgegen. „Auch dies kann man so nicht sagen, Herr Ministerpräsident. Die Bahn braucht die Kohle, um uns die Rohstoffe und den Elektrizitätswerken die Kohle zu bringen und wir nehmen diesen den mit der Kohle erzeugten Strom fast vollständig ab.“, antwortet darauf der Direktor.
Im Vergleich zu den Stahlwerken in Tscheljabinsk oder Jekaterinburg in Rußland ist das größte Schwerindustrieprojekt der Volksrepublik Polen nur ein Zwerg.
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Datei erstellt am: 07.10.2001 17:03 von: Götz Burggraf
Letzte Änderung am:
02.01.2011 13:16
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