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Bilder aus Polen

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Wenn man Bahnfahrkarten von Berlin nach Moskau nicht bei der Deutschen Bahn, sondern sehr viel kostengünstiger als Gruppenkarte bei der polnischen Staatsbahn PKP kauft, dann dauert die Fahrkartenkontrolle etwas länger. ;) Hier mußte ich ich dem polnischen Schaffner erklären, warum ich nicht nur eine Fahrkarte für die gesamte Strecke, sondern mehrere Tickets für aufeinanderfolgende Teilabschnitte zur Kontrolle vorlegte. Obwohl die Deutsche Bahn diesem Verfahren schon seit Jahren immer mehr Steine in den Weg legt, lohnt es sich dennoch, die Strecke in mehrere Teilabschnitte zu unterteilen und für diese getrennt Fahrkarten zu erwerben. Ohne den Zug zu verlassen kann man dann mit einer „deutschen“ Fahrkarte von Berlin nach Rzepin und von dort mit einer „polnischen“ Fahrkarte nach Moskau fahren. Nur die für die internationalen Züge notwendige Bettkarte sollte man für die gesamte Strecke bei der Deutschen Bahn lösen — diese ist in Polen geringfügig teurer.

Warum sich die Deutsche Bahn nicht von ihren völlig überzogenen Preisvorstellungen auf dieser Strecke trennt und sich weiterhin durch dieses kreative Fahrkartenkaufen die Butter vom Brot nehmen läßt, entzieht sich meiner Kenntnis. Mittlerweile kann man für fast die Hälfte des deutschen Bahnpreises von Berlin nach Moskau fliegen und der Flug dauert keine 26 Stunden wie die Fahrt mit dem Schlafwagen. Der Witz an dieser Fahrkartenaufteilung ist, daß die Deutsche Bahn nur die innerdeutsche Strecke bezahlt bekommt und die polnische Bahn die Einnahmen für den Rest der Fahrt verbucht. Warum die Deutsche Bahn deshalb nicht wie früher die polnischen Tarife an den Kunden durchreicht, sondern völlig überzogene Haustarife für den internationalen Zugverkehr fordert, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht brauchen sie keine Kunden und drucken ihr Geld selber. ;)

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Datei erstellt am: 07.10.2001 17:03 von: Götz Burggraf
Letzte Änderung am: 08.01.2008 19:49 von: Götz Burggraf
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